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09.05.2017 14:21

Projekt "Einstieg Deutsch"

sprachlichen Förderung von Zugewanderten - eine Dozentin berichtet

Von: Lisa Blech, Dozentin

„Einstieg Deutsch“ ist ein Programm des Bundes in Kooperation mit dem Deutschen Volkshochschul-Verband e. V. (DVV) zur sprachlichen Erstförderung von Geflüchteten. Es stellt das zweitgrößte Bundesprogramm zur sprachlichen Förderung von Zugewanderten dar.

Im Februar und März habe ich „Einstieg Deutsch“ erstmals an der Volkshochschule Teltow-Fläming  in Luckenwalde über 5 Wochen hinweg durchgeführt. Im Fokus des Projektes steht das Konzept „blended learning“, bei dem es sich um eine Kombination aus „E-Learning“ und Deutschunterricht handelt.

Im Unterrichtsteil habe ich vor allem das Sprechen, Hören und auch das Schreiben der deutschen Sprache auf unterschiedlichste Weise und mit zahlreichen Medien gefördert und somit die Sprachkompetenz der Lerner gestärkt. Durch das mit Chromebooks geförderte Programm konnten die Teilnehmer individuell im Unterrichtsabschnitt des vertiefenden Lernens auf das DDV-Lernportal „Ich will Deutsch lernen“ (iwdl.de) zugreifen. Dabei handelt es sich um eine kostenlose, vom BMBF geförderte, Übungsplattform. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in meinem Kurs hatten großen Spaß und sichtbaren Lernerfolg bei den Online-Übungen.

Mit den angelegten Benutzerkonten können die Teilnehmer des Projektes auch nach Abschluss des Kurses auf die Plattform sowie die Übungen über die SprachApp „Einstieg Deutsch“ zugreifen. Somit haben sie langfristig die Möglichkeit, ihre Sprachkompetenz selbstgesteuert durch Schreib-, Grammatik- sowie Höraufgaben je nach Sprachniveau individuell zu erweitern.

Die Schüler fanden aber nicht nur an den Übungen auf iwdl.de großen Gefallen, sondern auch an Rollenspielen, den und dem Belohnungssystem für Hausaufgaben. Die Schüler arbeiteten in Gruppen auf Basis ihrer unterschiedlichen Sprachniveaus, um binnendifferenziert die Sprachkompetenz jedes einzelnen zu fördern.

Natürlich gab es auch manchmal Schwierigkeiten, die wir aber gemeinsam angegangen sind. Dabei haben wir uns vor allem an den Regeln orientiert, die wir gemeinsam am Anfang des Kurses aufgestellt haben. So durfte z.B. nur in den Pausen gegessen werden. Mir war auch besonders an einer engen und gelungen Kooperation mit den Teilnehmern, deren Betreuern und dem Jugendamt gelegen, da ein Großteil der Lerner noch minderjährig war. Den Kooperationspartnern sowie Förderern spreche ich großen Dank aus und wünsche meinen Schülern alles Gute für die Zukunft.

Lisa Blech, Dozentin

Lernplattform iwdl.de